Perspektivwechsel gesucht? Sexten liefert im Sommer 2026 viele gute Gründe, das traditionsreiche Bergdorf in den Dolomiten mit anderen Augen zu sehen. Der neue Sextner Rundweg bringt Wanderern Natur, Kultur und Dorfgeschichte näher. In der Ausstellung „Sepp 111“ begegnen Besucher dem legendären Bergführer und Visionär Sepp Innerkofler. Auf 2.455 Metern Höhe lädt das neue Helmhaus dazu ein, einen einstigen Grenzort als offenen Platz für Begegnung zu entdecken. Dazu kommen das Reinhold Messner Haus, internationale Branchentreffen und zahlreiche Sommer-Events. Wer also genau hinsieht, entdeckt in Sexten weit mehr als schöne Aussichten!
Weitere Informationen: www.sexten.it

Schritt für Schritt näher an der Region: Der neue Sextner Rundweg verbindet Natur, Kultur und Dorfgeschichte zu einem Erlebnis für die ganze Familie
Es gibt viele Möglichkeiten, einen Ort kennenzulernen: im Gespräch, beim Zuhören oder beim Blick in seine Historie. Besonders intensiv und im eigenen Tempo gelingt dies zu Fuß auf dem Sextner Rundweg. Ab dem 5. Juni 2026 präsentiert sich der beliebte Spazier- und Wanderklassiker in erweiterter und neu gestalteter Form. Die mit der Nummer 1 markierte Route umrundet das traditionsreiche Bergdorf auf 15,6 Kilometern und rund 350 Höhenmetern in zirka vier Stunden und 45 Minuten. Zahlreiche Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten erlauben auch kürzere Etappen und entspannte Familienspaziergänge. Die Strecke führt durch lichte Lärchenwiesen und schattige Wälder, vorbei an alten Höfen, Aussichtspunkten und geschichtsträchtigen Orten. Verschiedene Themenstationen eröffnen spannende Einblicke in Natur, Kultur und in die bewegte Geschichte des vom Alpinismus geprägten Bergdorf. Sie erzählen vom Leben der Menschen am Berg, von Schmugglergeschichten, von Flora und Fauna und vom Naturpark Drei Zinnen. Neu gestaltete Ruheinseln lenken den Blick auf das Wesentliche. Das Erlebnis lässt sich mit einem Abstecher ins „Ladile“ der Käserei Sexten oder in eine der Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke verbinden. So erschließt sich Sexten mit jedem Kilometer auch kulinarisch ein Stück mehr.

Sonderausstellung „Sepp 111“: Das Haus der Berge zeigt Visionär Sepp Innerkofler 111 Jahre nach seinem Tod in einem spannenden Dialog mit der Gegenwart
Kaum eine Persönlichkeit hat Sexten so nachhaltig geprägt wie Sepp Innerkofler. Der 1865 im Bergdorf geborene Bergführer, Hüttenwirt und Hotelier gilt als einer der wichtigsten Pioniere des Dolomitenalpinismus und des frühen Tourismus. Bekannt wurde er unter anderem durch die Erstbegehung der Nordwand der Kleinen Zinne im Jahr 1890. Am 4. Juli 1915 fiel Sepp Innerkofler am Paternkofel im Ersten Weltkrieg. Genau 111 Jahre später, ab dem 4. Juli 2026, widmet ihm das Haus der Berge in Sexten mit „Sepp 111“ eine Sonderausstellung. Das außergewöhnliche Rendezvous mit der Legende verzichtet darauf, Innerkoflers Leben chronologisch nachzuerzählen, und setzt bewusst auf die Kraft der Kontraste. Historische Fotografien treffen auf aktuelle Ansichten und Zukunftsbilder. Die einstige Muli-Logistik am Berg steht moderner Technik gegenüber, traditionelle Sonntagsbräuche dem heutigen Freizeitbetrieb. Themen wie Klimawandel, Tourismus, Familienbilder und gesellschaftlicher Wertewandel machen sichtbar, wie stark sich Sexten in den vergangenen 111 Jahren verändert hat. Besonders spannend wird es dort, wo die Ausstellung die dokumentarische Ebene verlässt und Sepp Innerkofler als das zeigt, was er zeitlebens war: ein Visionär. Besucher sind eingeladen, seine Perspektive einzunehmen und weiterzudenken. Wie würde Sepp Innerkofler die Herausforderungen unserer Zeit beurteilen? Wie könnte Sexten in weiteren 111 Jahren aussehen? Wer sich darauf einlässt, begibt sich auf eine faszinierende Zeitreise zwischen gestern, heute und morgen.

Grenzen überwinden: Das neue Helmhaus verwandelt einen historischen Grenzort in ein Symbol der Begegnung
Hoch über Sexten entsteht ein Ort, der Geschichte, Architektur und Landschaft auf besondere Weise verbindet. Das neue Helmhaus am Gipfel des Helms ist weit mehr als ein Aussichtspunkt. Auf 2.455 Metern Höhe, direkt an der Grenze zwischen Italien und Österreich, eröffnet es im Sommer 2026 als architektonisches Symbol mit Strahlkraft für ein offenes Europa. Die Geschichte des Helmhauses reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. 1891 entstand an dieser Stelle eine erste Schutzhütte. Während des Ersten Weltkriegs diente der exponierte Standort als militärischer Beobachtungsposten. Zuletzt standen nur noch die Ruinen des Gebäudes. Der heutige Entwurf des Sextner Architekten Johannes Watschinger knüpft an die bewegte Vergangenheit des Helmhauses an und übersetzt sie in die Gegenwart. Eine moderne Holzkonstruktion, die sich harmonisch in die hochalpine Landschaft einfügt, ergänzt das historische, weiß gekalkte Mauerwerk. Bewusst verzichtet das Konzept auf klassische Hüttenfunktionen wie Übernachtung oder Bewirtung. Stattdessen entsteht ein offener Denk- und Begegnungsraum. Wanderer, Naturliebhaber und alle, die innehalten möchten, sind hier willkommen und genießen einen weiten Blick über die Sextner Dolomiten, den Karnischen Kamm bis hin zu den Hohen Tauern. Gleichzeitig markiert der Helm einen historischen Übergang zwischen Süd- und Osttirol sowie den Start- und Endpunkt des Karnischen Höhenwegs. So wird das neue Helmhaus hoch über Sexten zu einem besonderen Treffpunkt – für Menschen, Gedanken und Perspektiven über Grenzen hinweg.

Die Berge müssen wild bleiben: Das Reinhold Messner Haus macht den Helm zum Treffpunkt für neue Gedanken über die Beziehung zwischen Mensch und Berg
Nur rund 400 Höhenmeter unterhalb des Helmhauses setzt ein weiteres außergewöhnliches Projekt neue Impulse am Helm. Wo früher Seilbahngondeln ankamen, entstand aus der ehemaligen Bergstation der Helmbahn das Reinhold Messner Haus – ein visionärer Ort für Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein, Kunst und Kultur. Seit seiner Eröffnung im Sommer 2025 entwickelt es sich zu einem Treffpunkt für Diskussionen über die Zukunft der Berge, des Alpinismus und des nachhaltigen Tourismus. Statt Abriss setzte das Vorhaben bewusst auf Upcycling: Plasma Studio verwandelte die ehemalige Bergstation sensibel in einen kulturellen Anziehungspunkt mit weitem Blick über die Dolomiten. Bewusst versteht sich das Haus nicht als klassisches Museum. Vielmehr stehen Themen wie Stille, Risiko, Verantwortung und der respektvolle Umgang mit der Natur im Mittelpunkt. Wechselnde Ausstellungen, Vorträge und Veranstaltungen machen das Haus zu einem lebendigen Ort für Austausch und neue Perspektiven. Zwischen alten Holzträgern und zeitgenössischer Architektur begegnen Besucher Fotografien, Skulpturen, Expeditionsausrüstung und persönlichen Erinnerungsstücken von Reinhold Messner. Ergänzt wird das Angebot durch regelmäßige Führungen.Reinhold Messner selbst sieht das Haus als Einladung, neu über Verantwortung, Grenzen und den Umgang mit der alpinen Welt nachzudenken. Gemeinsam mit seiner Frau Diane entwickelt er die Idee dahinter kontinuierlich weiter. Immer wieder geht es um die entscheidende Frage: Wie lässt sich Ursprünglichkeit bewahren, ohne sie zur bloßen Kulisse zu machen? Wildheit, so die Antwort, braucht Raum.

Zwischen Gipfeltreffen und Gänsehautmomenten: Sexten bringt Experten, Filmfans und Sportler zusammen
Der Sextner Bergsommer 2026 bietet Begegnungen, emotionale Geschichten und sportliche Höchstleistungen.
Den Auftakt macht vom 14. bis 16. Juni die ISTM Summer Edition 2026. Die internationale Fachmesse für alpinen Sommertourismus bringt erstmals Reiseveranstalter, touristische Anbieter und Branchenexperten aus ganz Europa nach Sexten. Im Fokus stehen nachhaltiger Aktivtourismus, neue Kooperationen und die Frage, wie sich alpine Destinationen verantwortungsvoll weiterentwickeln können. Gleichzeitig erleben die Teilnehmer die besondere DNA Sextens direkt vor Ort – zwischen Alpinismusgeschichte, Dolomitenlandschaft und Südtiroler Gastfreundschaft.
Emotionale Berggeschichten stehen am 10. Juli beim Alpen Film Festival im Haus der Berge im Mittelpunkt. Gezeigt werden Filme voller Leidenschaft, Abenteuer und persönlicher Geschichten. So begleitet „Nanga Parbat – Echoes of Sisyphus“ den Extrembergsteiger David Göttler über zehn Jahre hinweg bei seinen Expeditionen am 8.125 Meter hohen Nanga Parbat im pakistanischen Himalaya. In „50:50“ beweisen die Alpinistinnen Ines Papert und Sarah Huenekin eindrucksvoll, dass Vertrauen und Partnerschaft im Bergsport weit über körperliche Leistungsfähigkeit hinausgehen. Der Film „Fathom“ der Südtiroler Brüder Jakob und Matthias Weger setzt sich dagegen mit den Risiken und der Realität des extremen Freeridens auseinander.
Den sportlichen Höhepunkt des Sommers bildet der traditionsreiche Drei Zinnen Alpine Run am 12. und 13. September. Rund 1.000 Läuferinnen und Läufer aus über 20 Nationen stellen sich der spektakulären Strecke durch das Fischleintal bis hinauf zu den weltberühmten Drei Zinnen. 17,9 Kilometer und 1.354 Höhenmeter führen mitten hinein in die monumentale Landschaft des UNESCO-Welterbes Dolomiten. Dazu kommen Kinder- und Jugendrennen, die das Berglauf-Wochenende längst auch für Familien zu einem besonderen Erlebnis machen.

Mehr als eine Sommerkulisse: In Sexten prägen die Berge das Lebensgefühl
Früh am Morgen färbt die Sonne die Gipfel der Sextner Sonnenuhr golden, Wanderer brechen ins Fischleintal auf und Mountainbiker folgen schmalen Wegen durch Wälder und über Almen. Zwischen Naturpark Drei Zinnen, uralten Lärchenwiesen und markanten Dolomitengipfeln zeigt sich die Landschaft zugleich kraftvoll und still. Doch Sextens Besonderheit erschließt sich oft erst auf den zweiten Blick. Hinter den spektakulären Bergpanoramen prägen gelebte Traditionen, historische Höfe und die Menschen des Dorfes den Charakter der Region. Seit Generationen leben sie mit „ihren“ Bergen. Genau daraus erwuchs die enge Verbindung zum Alpinismus, für die Sexten bis heute bekannt ist. Schon Bergsteigerpionier Sepp Innerkofler erkannte früh die besondere Anziehungskraft der Sextner Dolomiten und machte sie weit über Südtirol hinaus bekannt. Bis heute verbindet das traditionsreiche Bergdorf Bodenständigkeit, Gastfreundschaft und eine Kultur, die sich ihre Eigenständigkeit bewahrt hat. Die besondere Magie Sextens liegt darin, dass die Berge hier Teil des täglichen Lebens sind.
