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„Das Auge isst mit“ ist einer dieser simplen Sätze, in denen eine erstaunlich präzise Beobachtung steckt. In dem Fall geht sie weit über die Kulinarik hinaus: Wer zum Essen ausgeht und Platz nimmt, beginnt nämlich schon lange vor dem ersten Bissen zu genießen. Ein liebevoll gedeckter Tisch erzeugt Vorfreude und unterstreicht, dass Gastfreundschaft sich selten in den großen Gesten zeigt. Sie wohnt im Detail und im zusätzlichen Handgriff, der sich wirtschaftlich kaum rechnen lässt, gerade deshalb so großzügig wirkt und dem Gast sagt: Schön, dass du da bist. Vielleicht ist das Tablesetting deshalb das eigentliche i-Tüpfelchen des Verwöhnens. Weil es etwas sichtbar macht, das man sonst nur spürt: Aufmerksamkeit. Und weil es daran erinnert, dass Luxus nicht zwingend aus Marmor, Sternen oder Quadratmetern besteht, sondern oft aus der rar gewordenen Kunst, sich Mühe zu geben. Sehen Sie selbst!







