Slow Food Travel: Das weiße Gold

Kostbare Milch-Spezialitäten aus den Alpen

In den Karnischen und Gailtaler Alpen schimmert das Gold: das weiße Gold. Von Kuh, Schaf und Ziege. Die geben hier nämlich beste Milch. Die von erfahrenen Bergbauern zwischen Lesachtal und Weissensee auf traditionelle Art und Weise verarbeitet wird. Bei der Produktion und Verkostung der folgenden fünf handgefertigten Spezialitäten können Besucher der Region übrigens hautnah dabei sein – Slow Food Travel macht es möglich.

Wenn Kärnten Frankreich überholt
Der Camembert kommt ursprünglich aus Frankreich, bekommt nun aber Konkurrenz aus dem Kärntner Gailtal. Gestatten: Familie Zankl. Die produziert auf ihrem Bio-Hof im Dorf Stollwitz auf 840 Metern Höhe Bio-Camembert, der das Original aus der Normandie verblassen lässt. Das Besondere an ihrem „Camemberg“? Etwa, die Tatsache, dass dieser rein organisch und biologisch hergestellt wird – und das schon seit 1981. Neben der Produktion ist auch der Hof selbst ganz der Liebe zur Umwelt gewidmet – so bezieht er seine Energie via Photovoltaikanlage. Der Camembert wandert zudem durch die Hände dreier Generationen, die das Produkt mit größter Sorgfalt und Liebe von Hand fertigen. Und dass die Milch von glücklichen Kühen stammt, versteht sich von selbst. Bei so viel Liebe zum Käse muss Großes herauskommen. Genauer: Unvergleichlich cremiger Bio-Camembert, der auf der Zunge zergeht. Da können die Franzosen einpacken. www.slow-food.at/genussfuehrer/l/der-bio-kaesehof

Zart Schmelzendes von der Ziege
Sennerfamilie Buchacher produziert auf der Gundersheimer Bio-Alm feinste Produkte aus Kuhmilch – hat sich zudem aber auch der Ziegenmilch verschrieben. Dieses weiße Gold gilt als besonders gesund und bekömmlich. Rund achtzig bis hundert Liter verarbeitet die Familie jeden zweiten Tag. Und die wird zu Ziegenkäse und Joghurt höchster Qualität. Möglich machen das einmalige Geschmackserlebnis vierzig zufriedene Ziegen, die auf biologisch bewirtschafteten Almwiesen weiden dürfen. Eine Art der Bewirtschaftung, an die die Familie seit mehr als 25 Jahren glaubt. Und der üppige Geschmack ihrer, unter anderem mit dem Bio Austria Siegel ausgezeichneten, Ziegenmilch-Produkte gibt ihnen Recht. Übrigens sollten Besucher des Slow Food Travel Erlebnisses vor Ort unbedingt auch die Kuhmilch-Produkte der Familie Buchacher probieren. Ein besonderes Highlight: geräucherter Molkenkäse aka traditionelle Gailtaler Almschotten! www.slowfood.travel/de/Erlebnisse/mitmachen-erleben/Das-weisse-Gold-von-Bergziegen-auf-der-Bio-Alm_o_4630

Frisch, frischer, Kräuterfrischkäse
Einfach aber gut, Bauernbrot mit einer dicken Schicht Frischkäse – vor allem wenn der vom Jörgishof im Lesachtal kommt. Hier wird er nämlich aus frischer Bioheumilch produziert und mit Kräutern aus dem heimischen Garten verfeinert. Leckerer geht’s nicht! Dank für diesen cremigen Genuss geht an die Familie Unterweger. Die bewirtschaftet den Hof und verarbeitet hier täglich mehr als 120 Liter frische Bioheumilch zu köstlichsten Käsespezialitäten. Aber auch Butter, Joghurt und Molke vom Hof sind unvergleichliche Geschmackserlebnisse. Die Besucher übrigens allesamt verkosten können. In der neuen kleinen Bergsennerei der Familie lädt Bergbäuerin Elfriede nämlich zum Probieren, Butterrühren und Käsemachen ein. Jeder Schritt zwischen Melken und Reifen darf hier begleitet werden. Letzteres geht beim Frischkäse ganz schnell. Zum Glück: Lange widerstehen kann der üppigen Cremigkeit eh niemand. www.slowfood.travel/de/Erlebnisse/mitmachen-erleben/Frischen-Biokaese-machen-mit-der-Bergbaeuerin_o_3024



Schätze schwarzer Schafe
Der schlechte Ruf von schwarzen Schafen? Völlig fehl am Platz. Das wissen Ulrike Petschacher und Leopold Feichtinger ganz genau. Schließlich bewirtschaften sie den Bio-Hof „Echt kraß“ bei Hermagor – wo eine ganze Schar schwarzer Schafe schmackhafte Schätze produziert. Die alte Nutztierrasse „Krainer Steinschaf“ um genau zu sein. Die weidet auf dem Hof in schönster Sonnenlage. Und bedankt sich für dieses angenehme Leben mit bester Milch, die in der hofeigenen Käserei verarbeitet wird. Das Ergebnis sind Schafmilch-Spezialitäten wie einmalig cremiger Joghurt, Topfen, Schnittkäse, Frischkäsebällchen oder Camembert. Die kann man im hauseigenen Hofladen jeden Freitag kaufen. Und wenn man seine Meinung zu schwarzen Schafen grundlegend ändern möchte – darf man als Besucher beim Melken auch selbst Hand anlegen. Spätestens nach diesem tierischen Erlebnis sieht man das sprichwörtliche „schwarze Schaf“ in Zukunft nur noch positiv. www.echtkrass.at

Lissis kuhle Kreationen
Gibt es etwas Besseres als zwei Kugeln Eis? Vielleicht Eis mit Streuseln und Sahne? Solche Extras haben Lissis kuhle Kreationen nicht nötig. Dieses traditionell handgefertigte Eis ist auch pur eine Geschmacksexplosion. Wer Lissi ist? Die Lissi Neuwirth: Bäuerin und Speiseeis-Profi. Gemeinsam mit ihrer Familie bewirtschaftet sie im Kärntner Gailtal den Bauernhof Maar. Und produziert hier seit 2016 ihre kuhlen Kreationen. Oder auch: Leckerstes Bauerneis ohne Zusatz- oder Farbstoffe oder chemische Pasten und Pulver. Natur pur eben. Die Basis von Lissis Kreationen bildet dabei natürlich die gute Milch glücklicher Kühe. Die machen auf Lissis Bauernhof das ganze Jahr Urlaub. Im Sommer auf saftigen Wiesen. Im Winter im Laufstall mit Ausblick. Gut zu wissen, beim Slow Food Erlebnis sind Besucher hier übrigens nicht nur bei der Herstellung dabei, sondern erhalten auch Rezepte zum Nachmachen für daheim. Kuhl! www.slowfood.travel/de/Erlebnisse/mitmachen-erleben/So-mache-ich-mir-mein-Bauerneis_o_3014

Rezept für Heumilcheis
Frisch vom Bio-Hof schmeckt es natürlich am besten. Nachmachen zu Hause lohnt sich aber ebenfalls. Und das braucht man dafür: 300ml Milch, zwei Handvoll Heu, 2 TL Vanille, 200g Sahne, 1 Prise Salz, 1 Ei, 4 Eigelb, 100g Zucker, 250g Sauerrahm, 300g Frischkäse, Abrieb von einer unbehandelten Zitrone und einer Limette, 4 EL Honig, 50g Staubzucker.

Und so geht es: Milch mit Heu einmal aufkochen und mindestens zehn Minuten ziehen lassen. Danach durch ein Sieb passieren und mit Sahne, Vanille und Salz einmal aufkochen, dann vom Herd ziehen. Ei und Eigelb mit Zucker vermengen, mit einem Schneebesen in das Milchgemisch einrühren und auf maximal 81 Grad erhitzen. Die Masse sollte zur Rose abgezogen werden.

Ein bis zwei Minuten mit dem Stabmixer fein pürieren, dann mit den restlichen Zutaten vermischen und in einen Pacojet Becher füllen. Die Masse sollte nun 24 Stunden im Tiefkühler frieren. Ist kein Pacojet vorhanden – dann in einer Eismaschine gefrieren oder alternativ in eine Edelstahlschüssel füllen und eine Stunde in den Tiefkühler stellen. Dabei immer wieder mit einem Schneebesen umrühren, damit sich keine Eiskristalle bilden. Diesen Vorgang so oft wiederholen, bis das Eis fest ist. Fertig!

Pressemitteilung und Bilder zum Download.

Weitere Auskünfte

Caroline Mohra
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