Die schönsten Herbstwanderungen 2022

Herbstzeit in Sexten

Wenn die heißen Sommertage vorbei sind, nimmt die Wandersaison in Sexten nochmal so richtig Fahrt auf. Bis Anfang November bringt die Helmjetbahn die Wanderer hinauf zum Schmugglersteig, führen geführte Touren auf dem Innerkoflersteig durch den Berg Richtung Gipfel. Herbstzeit ist Bergzeit, heißt es in dem Südtiroler „Dorf der Drei Zinnen“, das auf ganz besondere Wandermomente setzt, wenn sich das Blätterkleid der Bäume in bunte Herbstfarben tönt.

Weideglück und Raststation

Vom Stiergarten über die Klammbachalm zur Nemesalm, da kann die ganze Familie mit: Ein breiter, kinderwagentauglicher Wanderweg macht die Sextener Almenwanderung zum Bergvergnügen, bei dem schon die Kleinsten dabei sein können. Für die ist die Fahrt mit der Drei Zinnen Bahn zum Stiergarten ebenso Abenteuer wie die vielen tierischen Begegnungen entlang des Wanderwegs. Schafe, Kühe, Pferde, Esel und sogar Lamas schlagen sich mit den saftigen Kräutern der Hochweiden den Sommer über den Bauch voll.  Die machen die Milch und den Käse besonders lecker. Bei der Einkehr auf der Alm, lässt sich das testen. Während die Wanderer bequem mit der Seilbahn zurück ins Tal fahren, wird das Vieh beim Almabtrieb am 17. September zu Fuß zurück ins Tal geführt. Ein Spektakel, bei dem die festlich geschmückten Vierbeiner mit den herausgeputzten Zweibeinern um die Wette glänzen.  

Herbst³Zeit auf dem Klettersteig

Helm auf, Stirnlampe an und ab in den Berg: Der wohl bekannteste Klettersteig der Dolomiten ist ein alter Kriegssteig und wurde nach dem berühmten Dolomitenkletterer Innerkofler benannt. Entlang der ehemaligen italienischen Frontlinie führt er durch das Berginnere hinauf auf den Paternkofel. Der Innerkoflersteig, die alten Berggallerien, Hängebrücken und Leitersteige aus dem 1. Weltkrieg sind Teil der unter dem Motto Herbst³Zeit angebotenen Tour „Dolomiten ohne Grenzen“. Mit Ausdauer für eine Sechs- bis Siebenstundentour, Trittsicherheit und ohne Höhenangst ist die geführte Klettertour auch für Anfänger geeignet. Wow-Momente sind nicht nur beim Blick auf das grandiose Bergpanorama der Sextener Berg-Sonnenuhr garantiert. Klettergurt, Helm und Klettersteigset werden von der Alpinschule gestellt. Das richtige Schuhwerk muss von zu Hause mitgebracht werden. Bei sommerlichen Bedingungen sind leichte Zustiegsschuhe ideal.

Geheimtipp mit Panoramablick

Sattes Grün und eine Alpenflora, die an Vielfältigkeit ihres Gleichen sucht. Die dreizehn Kilometer Rundwanderung für Individualisten und Selbstverpfleger führt über leichte, teils steile Pfade durch Wald- und Wiesenhänge und über Geröllhalden zu den Gsellwiesen. Das würzig duftende Heu, das dort nach der Maat in der Sommersonne trocknet, wird für Beauty- und Heilanwendungen verwendet und in der Gourmetküche als das besonders Etwas geschätzt. Hütten zur Einkehr sucht man hier vergebens, das macht der Geheimtipp für Naturliebhaber aber gleich mehrfach wett: Vom höchsten Punkt aus tut sich ein herrlicher Blick zur Sextner Bergsonnenuhr, zu den Zentralalpen sowie nach Sexten und ins Pulstertal auf, die vielfältige Blütenpracht bringt selbst Pflanzenexperten bei der Bestimmung zum Nachdenken und ein schönes Plätzchen, an dem das Rucksackvesper besonders lecker schmeckt, lässt sich in der unberührten Natur leicht finden.

Wandern zwischen Bibel und Legenden

Vierzehn Kreuzwegstationen mit Bibeltexten und dazu passenden Reliefschnitzereien animieren auf dem Weg von der Sextner Pfarrkirche zur Waldkapelle zum Nachdenken und Innehalten. Ziel ist die 1917 aus dem Holz eines vom Schnee erdrückten Holzschuppens erbaute Waldkapelle. Während die Pfarrkirche im Ort durch die Zerbombung im Ersten Weltkrieg unbrauchbar war, wurden zwei Jahre lang die Gottesdienste in der Waldkapelle gefeiert. Im Faschismus diente sie als Ort für heimliche Messfeiern auf Deutsch. Gleich hinter der Waldkapelle, die zwischen Bäumen und moosbewachsenen Felsen wie aus dem Märchen wirkt, haben die Wurzel Augen und Münder, wachsen hölzerne Hände aus dem Gras: Der Fabel- und Märchenweg beginnt. Inspiriert durch die lokalen Legenden, haben die Einheimischen den Wurzeln Gesichter geschnitzt.

Auf den Spuren der Schmuggler

Bis zum ersten November bringt die Helmjetbahn Sexten Wanderer auf den Helm, wo die Aussicht so schön ist, wie sonst nirgends in der Nähe. Über den Schmugglersteig geht es hoch bis zum Gipfel des langen, weichgeformten Höhenzugs, der des Sextental im Nordosten begleitet. Die sieben Kilometer lange Rundtour auf dem lohnendsten aller kleineren Berge rund um Sexten kann bequem auch als Halbtagestour gelaufen werden. Und keine Angst: wo früher die Schmuggler auf nur ihnen bekannten Pfaden, meist in der Nacht, mit verbotenen Dingen im Rucksack unterwegs waren, weisen heute Schilder den Wanderern den Weg. Von der Bergstation geht es über den Hüttenstieg und das Hasenköpfl zum Helmgipfel. Dort lohnt ein Zwischenstopp mit 360-Grad-Blick auf die grandiose Umgebung, bevor es an der Hahnspielhütte vorbei zurück zur Helmjetbahn geht.

Weitere Informationen unter www.sexten.it

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Weitere Auskünfte

Martina Frühe
Tel. +49 (0) 172 - 83 622 83
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